Vom Bundesliga-Stürmer zum Coach in autoritären Regimen: Jörn Andersens ungewöhnlicher Weg nach Myanmar

Jörn Andersen schrieb Fußball-Geschichte, als er vor mehr als drei Jahrzehnten als erster ausländischer Spieler die Torschützenliste der Bundesliga anführte. Doch der Däne hat sich in den Jahren nach seiner aktiven Karriere einem ungewöhnlichen Pfad verschrieben – als Trainer in politisch fragwürdigen Ländern.
Nach verschiedenen Stationen in autokratisch regierten Staaten nimmt Andersen nun eine neue Herausforderung an: Er wird Trainer der Fußball-Nationalmannschaft von Myanmar. Das südostasiatische Land gilt als eine der repressivsten Diktaturen der Welt und steht international wegen seiner Menschenrechtsbilanzen unter Kritik.
Andersens Karriere als Coach führte ihn bereits in mehrere Länder mit fragwürdigen politischen Systemen. Mit dem Engagement in Myanmar setzt sich der einstige Torjäger jedoch in einem noch extremeren Umfeld fort – ein Schritt, der seine Bereitschaft unterstreicht, in Regionen zu arbeiten, in denen viele andere Trainer ablehnen würden.
Welche konkreten Ziele Andersen in Myanmar verfolgt und wie lange sein Engagement dort andauern wird, bleibt zunächst unklar. Sein Wechsel verdeutlicht jedoch die globale Vielfalt des modernen Fußballgeschäfts, das auch vor den schwierigsten geopolitischen Kontexten nicht Halt macht.
Quelle: www.spiegel.de


