Tödliche Drohungen nach Elfmeterdrama: Kolumbien kämpft mit dunklen Erinnerungen
Ein Elfmeter-Krimi im WM-Achtelfinale beschert Kolumbien das Aus – und lässt traumatische Erinnerungen aufleben. Nach der schmerzhaften Niederlage im Penaltyschießen sieht sich ein kolumbianischer Spieler mit Morddrohungen konfrontiert. Die düstere Reaktion weckt unwillkürlich Assoziationen zu einem der dunkelsten Kapitel der Fußballgeschichte.
Vor genau 32 Jahren verlor Andres Escobar sein Leben, nachdem er ein Eigentor gegen die USA erzielt hatte und damit den Ausscheiden Kolumbiens aus der Weltmeisterschaft besiegelt hatte. Der Verteidiger wurde wenig später auf offener Straße erschossen – ein tragisches Schicksal, das die Nation für lange Zeit beschäftigte.
Die aktuellen Drohungen gegen seinen modernen Pendant deuten darauf hin, dass Kolumbien diese Lektion aus der Vergangenheit noch nicht vollständig verarbeitet hat. Sie zeigen, wie intensiv und teilweise auch wie gefährlich die emotionalen Bindungen zwischen Fußball und nationaler Identität in dem südamerikanischen Land ausgeprägt sind.
Quelle: www.n-tv.de


