Europäischer Widerstand gegen Fifas Investorenpläne – Eine riskante Strategie

Die Europäische Fußball-Union hat sich in einem Machtkampf mit Fifa-Präsident Infantino durchgesetzt. Dessen ehrgeiziger Plan zur Einbindung von Investoren in die Weltmeisterschaft gilt nun praktisch als gescheitert – ein Erfolg, den die Uefa mit ihrer entschiedenen Haltung erzwungen hat.
Die Position der europäischen Verbände basiert auf nachvollziehbaren Argumenten. Sie wehren sich gegen ein Modell, das die traditionelle Struktur des wichtigsten Fußball-Events gefährdet hätte. Mit ihrer Geschlossenheit haben die europäischen Funktionäre ihre wirtschaftliche und politische Bedeutung im globalen Fußball einmal mehr unter Beweis gestellt.
Doch Vorsicht ist geboten: Der aktuelle Erfolg könnte sich schnell als Pyrrhus-Sieg entpuppen. Wer seine Stärke demonstriert, muss auch damit rechnen, dass die Gegenseite ihre Position verhärtet. Ein solches Vorgehen birgt die Gefahr, dass sich längerfristige Konflikte zuspitzen und die eigenen Interessen am Ende gefährdet werden. Die Uefa muss daher darauf achten, dass taktische Siege nicht zu strategischen Niederlagen führen.
Quelle: www.spiegel.de





