Vielfalt statt Einheit: Das Hymnen-Phänomen der britischen Nationalteams bei der WM

Beim großen Turnier zeigt sich ein eigentümliches Phänomen im Vereinigten Königreich: Während andere Nationen mit einer einzigen Nationalhymne antreten, präsentieren sich die britischen Fußballverbände mit einer bunten Palette unterschiedlicher Gesänge. Diese Besonderheit hat ihre Wurzeln in der historischen Struktur des Landes.
Das englische Nationalteam greift dabei auf “Sweet Caroline” zurück – einen Song, der weit entfernt von offiziellen Hymnen-Traditionen auf den Rängen ertönt. Ein bemerkenswerter Kontrast zur etablierten Praxis anderer Fußball-Nationen, die typischerweise auf ihre jeweilige Staatshymne setzen.
Schottland setzt auf “Flower of Scotland” und schreibt damit eine eigene Musikgeschichte. Das Lied spiegelt die nationale Identität wider und unterscheidet sich deutlich von der britischen Landeshymne “God Save the King”, die bei Großbritannien-Auftritten erklingt.
Diese Regelung verdeutlicht die föderale Struktur des Vereinigten Königreichs. England, Schottland, Wales und Nordirland fungieren als separate Fußball-Verbände und bringen ihre jeweiligen kulturellen Eigenheiten zum Ausdruck. Das führt zu einer faszinierenden Hymnen-Vielfalt, die es in dieser Form bei internationalen Wettkämpfen anderswo nicht gibt und die britische Fußballkultur charakterisiert.
Quelle: www.t-online.de


