Marco Russ: Ein Abschied ohne großes Getöse

280 Bundesliga-Partien stehen für Marco Russ in der Statistik von Eintracht Frankfurt. Eine Zahl, die für Beständigkeit und Verlässlichkeit steht, auch wenn der Verteidiger auf dem Platz selten im Rampenlicht stand.
Ein Rückschlag im Jahr 2016 hätte seine Karriere beenden können. Die Krebsdiagnose traf ihn in einer Phase, in der er sportlich fest im Geschäft war. Dass er danach den Weg zurück auf den Fußballplatz fand, verdient Respekt, denn der Kampf gegen die Krankheit forderte ihm alles ab.
Umso auffälliger ist, wie unspektakulär sein Abschied verlief. Ein großer Abend mit Ehrenrunde, Abschiedsspiel oder emotionaler Verabschiedung vor vollen Rängen blieb aus. Für einen Spieler, der so viele Jahre das Frankfurter Trikot getragen hat, wirkt das fast ungewöhnlich leise.
Gerade darin liegt aber auch eine gewisse Konsequenz. Russ war nie der Typ für die große Bühne, sondern einer, der im Hintergrund seine Arbeit verrichtete. Sein Weggang zeigt genau diese Haltung: sachlich, zurückhaltend und ohne großes Aufheben.
Quelle: www.sportschau.de





