UEFA rebelliert gegen Infantino: Droht Boykott der nächsten Weltmeisterschaft?

In einer Notfallsitzung hat sich der europäische Fußballverband UEFA gegen die ehrgeizigen Pläne des FIFA-Präsidenten Gianni Infantino zur Wehr gesetzt. Im Zentrum des Konflikts steht ein milliardenschweres Investorenprojekt, das vorsieht, Anteile an der Fußball-Weltmeisterschaft an externe Geldgeber zu verkaufen.
Der Plan des FIFA-Chefs trifft in Europa auf massiven Widerstand. Die UEFA lehnt die geplante Privatisierung von Teilen des Turniers ab und signalisiert damit eine klare Oppositionshaltung gegenüber dem Genfer Dachverband. Die Spannungen zwischen dem kontinentalen Verband und der FIFA sind damit auf einen neuen Höhepunkt gestiegen.
Besonders bemerkenswert ist die Bereitschaft europäischer Funktionäre, drastische Maßnahmen in Betracht zu ziehen. Wie aus Diskussionen hervorgeht, wird sogar ein möglicher Boykott der kommenden Weltmeisterschaft erörtert – ein drastisches Druckmittel, das den Ernst der Lage unterstreicht. Dies würde dem internationalen Fußball wirtschaftlich wie sportlich erhebliche Schäden zufügen.
Die Frage, wie großer der tatsächliche Einfluss Europas auf die FIFA letztendlich ist, wird durch diese Auseinandersetzung erneut virulent. Während die UEFA mit großen Verbänden und wirtschaftlicher Kraft eine bedeutende Stimme darstellt, bleibt offen, ob ein koordinierter Widerstand ausreicht, um Infantinos Milliardenvorhaben zu blockieren.
Quelle: www.spiegel.de



